Dies ist das Originalfoto aus dem Bildband „Schonstett“ – dieser Bildband wurde u. a. von Juliane und Sebastian Riepertinger erstellt. Das Bild stammt vermutlich aus dem Staatsarchiv in München. Wie oben zu lesen ist, wurde das E-Werk im Jahr 1908/1909 erbaut. Im Jahr 1919 übernahm die Elektrizitäts-Genossenschaft Schonstett das E-Werk von dem Münchner Ingenieur Kitt.


Nach nunmehr 110 Jahren war das Gebäude in Achen sanierungsbedürftig. Das Dach beim Turm war komplett marode. Ohne Sanierung wäre das Gebäude wohl in naher Zukunft zusammengefallen. Dies wollte die Elektrizitäts-Genossenschaft Schonstett natürlich verhindern.
Aus diesem Grund wurde die Sanierung beschlossen und bereits im September 2018 begannen die Abbrucharbeiten: Der erste Stock des Gebäudes wurde komplett abgebrochen und anschließend wieder aufgebaut; der Anbau (dieser stammt von 1950) wurde ebenfalls komplett abgerissen. Der Turm wurde als Zeitzeuge nicht abgebrochen, sondern so weit möglich im Original erhalten. Das E-Werk an sich wurde versucht detailgetreu zu rekonstruieren.
Derzeitiger Stand der Sanierung: Das Gebäude ist aufgestellt und im Inneren des Gebäudes ist die Installationsebene vorbereitet. Dies wird dann die Arbeit von Kurt Eder, der seit fast 20 Jahren als Geschäftsführer der EGS tätig ist. Außerdem müssen noch Maurer- und Malerarbeiten gemacht werden.
Es ist geplant, dass die Sanierung im Laufe dieses Jahres komplett abgeschlossen werden kann. Die Kosten der Sanierung werden sich auf ca. 200.000 € belaufen.

Ursprünglich war das neue Gebäude als Archiv geplant, diese Idee wurde jedoch aufgrund der ungünstigen Logistik verworfen (zu weit entfernt von der Hauptstraße). Die Überlegungen, wie das Gebäude zukünftig genutzt werden soll, sind noch nicht abgeschlossen, definitiv ausgeschlossen wurde eine Nutzung als Wohnraum (allein schon aufgrund des Lärmpegels).
Im Zuge der Sanierung wurde ein automatischer Rechen eingebaut; dadurch können zukünftig ca. 10-15 Haushalte mehr mit Strom versorgt werden.
Das E-Werk Schonstett versorgt die Gemeinde Schonstett (ohne Weichselbaum), Breitenbach, die Kompostieranlage Aham, Könbarn, Teile von Halfing, und den nördlichen Teil von Vogtareuth mit Strom.
Interessante Fakten: 2 % vom gesamten Netzabsatz werden vom E-Werk Schonstett selbst produziert, 53-54 % erfolgen durch Einspeisungen von privaten PV- und Biogasanlagen sowie einer Windkraftanlage; der Rest wird über einen Stromhändler aus Baden Württemberg (in Bayern gibt es keinen akzeptablen) an der Strombörse in Leipzig bezogen.

Ich bedanke mich bei Herrn Kurt Eder für das informative Gespräch!

Gerdi Osterloher

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