Ihr könnt euch sicher denken, dass ich ein richtiger Naturgartenliebhaber bin ;)
Heute möchte ich euch über mein letztes Projekt erzählen - beziehungsweise erklären, was dahinter steckt.


Ich habe einen Käferkeller gegraben. Warum? Um den kleinen Krabbelviechern eine Kinderstube und gleichzeitig Wohnraum zu bieten. Denn ein sehr großer Teil der heimischen Käferarten lebt in und von Totholz, als Larve, Ei oder ausgewachsener Käfer. Totes Holz ist genaugenommen viel lebendiger als lebendes...

In der von mir ausgehobenen ca. 50 cm tiefen Grube liegt zum Teil schon angerottetes Totholz, Holzhäcksel, Äste und Rinde. Durch die Feuchtigkeit, das Erdreich und den Schatten, habe ich die optimale Umgebung geschaffen, dass Pilze langsam das Holz zersetzen und das sogenannte Mulm, die Nahrungsquelle, bilden.
Außer den Käfern finden noch weitere Lebewesen, wie zum Beispiel Tausendfüßler und Asseln, einen geeigneten Unterschlupf oder ein Winterquartier.


Aber warum nur sollte man sich dieses Ungeziefer in den Garten holen?
Hier geht es um die Artenvielfalt und das Wie-derherstellen von einem natürlichen Gleichgewicht. So finden zum Beispiel Kleinsäuger wie Vögel oder Igel wieder genug zu fressen ohne zugefüttert werden zu müssen. Zugleich gibt es wiederum Insekten, wie zum Beispiel die Ohrwürmer, welche mir wiederum im Garten gegen die Blattläuse helfen.

Wer fragen dazu hat oder mal die Lebensinsel besuchen möchte, um mehr über meine diversen Projekte dort zu erfahren, kann mir gerne eine mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben oder auf 08075-2680397 einfach anrufen.



Ein Hoch auf die Brennnessel

Wer was für die Artenvielfalt tun möchte, aber sich (noch) nicht mit einem Käferkeller anfreunden kann, möchte es vielleicht mit der Brennnessel versuchen? Ich weiß, viele Gärtner aber auch Nicht-Gärtner begegnen ihr mit Unmut, dabei gibt es so viel Tolles über diese Pflanze zu sagen: denn neben ihren Eigenschaften als Heilpflanze, oder Eignung als Dünger per Brennnesseljauche, ist sie auch noch eine Futterpflanze für rund 30 heimische Falter- und Schmetterlingsarten!

Die Raupen von Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und dem Landkärtchen zum Beispiel ernähren sich ausschließlich von den zarten Blättern der Brennnessel bevor sie sich verpuppen.

Wollt ihr also mehr Schmetterlinge in euren Garten locken oder der Natur was Gutes tun, so lasst doch in einer Ecke von eures Garten einen Busch Brennnesseln stehen - am besten da, wo man nicht ständig vorbeiläuft und zwangsläufig in Kontakt damit kommt...
Jessica Stürmer

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